Warum echte Präsenz das Herz meiner Arbeit als Craniosacral-Therapeutin und Doula ist.
- 19. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Simple Present is needed, nothing less, nothing more.
In meiner Arbeit als Craniosacral-Therapeutin und Doula geschieht das Wesentliche nicht durch Tun, sondern durch Sein. Nicht durch Technik, nicht durch Ratschläge, nicht durch Eingreifen – sondern durch eine klare, verkörperte Präsenz im Moment.
Der Satz
“Simple presence is needed – nothing less, nothing more.”
beschreibt die innere Haltung, die meine Arbeit in all ihren Facetten trägt.
Präsenz statt Machen – eine gemeinsame Basis
Sowohl in der Craniosacral-Therapie als auch in der Begleitung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist Präsenz der tragende Boden.
Als Doula bin ich da, um zu halten, zu wachen, zu erinnern. Nicht um zu führen, sondern um Raum zu geben. Nicht um Lösungen aufzudrängen, sondern um Sicherheit entstehen zu lassen.
Diese Haltung ist identisch mit der craniosacralen Arbeit:
• wahrnehmend statt bewertend
• lauschend statt steuernd
• präsent statt intervenierend
Was Menschen wirklich spüren
Klient:innen – ob auf der Behandlungsliege oder in einer intensiven Lebensphase rund um Geburt – spüren sehr fein, wie wir da sind.
Nicht entscheidend ist:
• wie viele Methoden wir beherrschen
• wie viel Erfahrung wir vorweisen
sondern:
• ob wir innerlich anwesend sind
• ob wir dem Moment vertrauen
• ob wir Unsicherheit, Stille und Emotionen halten können
Präsenz schafft Sicherheit. Und Sicherheit ist die Grundlage für Regulation, Veränderung und Wachstum – im Körper wie im Leben.
Begegnung zweier Nervensysteme
Craniosacral-Therapie ist eine Begegnung zweier Nervensysteme.
Doula-Arbeit ist es ebenso.
In beiden Rollen geht es um Co-Regulation:
Ein ruhiges, orientiertes Gegenüber ermöglicht es dem Körper, sich zu entspannen, zu ordnen und eigene Wege zu finden.
Wenn ich präsent bin, darf sich etwas lösen – manchmal leise, manchmal tief, manchmal kaum sichtbar und doch nachhaltig.
Weniger Tun, mehr Dasein
Gerade in sensiblen Phasen wie Schwangerschaft, Geburt oder im Wochenbett zeigt sich immer wieder:
Es braucht nicht mehr Input, nicht mehr Anleitung, nicht mehr Optimierung.
Es braucht:
• ein Gegenüber, das bleibt
• eine Präsenz, die nicht weicht
• einen Raum ohne Erwartung
Weniger Tun.
Weniger Worte.
Mehr Dasein.
Fazit: Präsenz als roter Faden
Ob als Craniosacral-Therapeutin oder als Doula – meine Arbeit folgt derselben inneren Ausrichtung:
Simple presence is needed – nothing less, nothing more.
Diese Präsenz ist nichts, was man leisten kann. Sie ist eine bewusste Entscheidung, dem Moment zu vertrauen und Menschen auf Augenhöhe zu begegnen – mit Respekt vor der Weisheit des Körpers und den Prozessen des Lebens.





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